Die gespaltene Lippe

Viele Menschen auf der Welt sind von angeborenen Fehlbildungen betroffen, die nicht ästhetisch sind und die die Betroffenen nicht nur seelisch belasten, sondern auch verschiedene Probleme hervorrufen können. Zu diesen Fehlbildungen zählt vor allem die relativ häufig auftretende Hasenscharte.

Eine gespaltene Lippe entwickelt sich schon während der Schwangerschaft

Eine gespaltene Lippe entwickelt sich schon während der Schwangerschaft

Bereits während der ersten Schwangerschaftswochen trennt sich das Gewebe am Gaumen, dem Oberkiefer und der Lippe und wächst im weiteren Verlauf der Schwangerschaft wieder zusammen. Hierbei treten jedoch oftmals Störungen auf, die dafür sorgen, dass dieser Spalt vorhanden bleibt und die Betroffenen später tatsächlich mit einer gespaltenen Lippe, Kiefer, Gaumen oder gar mit verschiedenen Kombinationen derer geboren wird. Dies bringt vor allem Probleme beim Spracherwerb und natürlich auch bei der Nahrungsaufnahme mit sich.

Feststellung und erste Maßnahmen

Wenn bei der Geburt eine solche Spalte festgestellt wird, kann sie natürlich nicht sofort behandelt und behoben werden. Deswegen bekommen Neugeborene zunächst eine Gaumenplatte, um eine erleichterte Nahrungsaufnahme zu gewährleisten. Dabei ist es jedoch nicht möglich, ein Saugvakuum zu erstellen. Bei einer Hasenscharte ist es wichtig, diese noch vor dem Spracherwerb zu behandeln, jedoch auch so spät wie möglich, da durch den Eingriff der Operation das Kieferwachstum behindert werden kann.

Operation

Der Lippenspalt wird dabei meist in einem Alter von drei bis sechs Monaten zuerst geschlossen. Gefolgt davon geht es an den Gaumenspalt, der erst wesentlich später geschlossen wird, nämlich im Alter zwischen sechs und 18 Monaten. Dabei ist es nicht immer nötig, mehrere Operationen vorzunehmen, denn es gibt auch Spaltenzentren, die alle Spalten in einer Operation beseitigen, was natürlich eine momentan höhere Belastung für das Kind darstellt, jedoch auf längere Sicht dennoch angenehmer sein kann, da nicht mehrere Operationen nötig sind.

Nach der Operation

Nach der Operation ist es in jedem Falle wichtig, eine logopädische Therapie vorzunehmen, um zu vermeiden, dass aufgrund der Hasenscharte verschiedene Sprachfehler bestimmter Laute, wie zum Beispiel dem „Sch“, „f“ und „s“ auftreten, denn dies muss nicht zwangsläufig nach einer erfolgreichen Operation ausbleiben.

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